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Architekten

Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen

Wenn Sie ein Studium der Architektur an einer ausländischen Hochschule absolviert haben und in Deutschland arbeiten möchten, können Sie sich auf dem Arbeitsmarkt bewerben und Tätigkeiten eines Architekten/einer Architektin (z.B. als Angestellte/r in einem Architekturbüro) ausüben. Sie dürfen aber nicht die Berufsbezeichnung "Architekt/in" führen und sind nicht bauvorlageberechtigt.

Die Berufsbezeichnung "Architekt/in" ist in Deutschland geschützt. Sie können sich nur dann offiziell "Architekt/in" nennen und diese Bezeichnung z.B. auf Ihrer Visitenkarte schreiben, wenn Sie eine formale Erlaubnis dazu haben. Diese formale Erlaubnis erfolgt im Rahmen der Eintragung in die "Architektenliste" bei der zuständigen Architektenkammer. In Bremen ist dies die Architektenkammer Bremen. Sie können in die Architektenliste nur dann eingetragen werden, wenn Ihr ausländischer Abschluss einem deutschen Hochschulabschluss in Architektur entspricht und weitere Voraussetzungen erfüllt werden (s. unten). Mit der Eintragung in die Architektenliste und Führung der Berufsbezeichnung "Architekt/in" erhalten Sie auch eine "Bauvorlageberechtigung". Nur, wenn Sie bauvorlageberechtigt sind, dürfen Sie Genehmigungsplanungen für die Errichtung und Änderung von Bauwerken als verantwortlicher Planfertiger unterzeichnen.

Um festzustellen, ob Ihr ausländischer Hochschulabschluss einem deutschen Hochschulabschluss in Architektur entspricht haben Sie die Möglichkeit, Ihr Zeugnis von der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) prüfen und bewerten zu lassen. Sie erhalten dann die sogenannte „Zeugnisbewertung“. Das ist eine Bescheinigung, die Ihre Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt erhöhen kann, da potenzielle Arbeitgeber Ihre Qualifikation besser einschätzen können. Diese Bescheinigung berechtigt Sie aber nicht zum Führen der deutschen Berufsbezeichnung "Architekt/in".

Für eine Mitgliedschaft in der Architektenkammer Bremen müssen Sie also im ersten Schritt Ihr und im Weiteren einen Antrag auf Kammermitgliedschaft stellen.

Übersicht über die einzureichenden Unterlagen für eine Kammermitgliedschaft:

  • Diplom-Zeugnis und Diplom-Urkunde als beglaubigte Kopie und in deutscher Übersetzung (von einem in der Bundesrepublik Deutschland vereidigten Übersetzer)
  • Nachweis der praktischen Tätigkeit (Projektliste)
  • Polizeiliches Führungszeugnis (nicht älter als drei Monate, in der einfachen Ausfertigung)
  • Bei freiberuflicher Tätigkeit Nachweis einer ausreichenden Berufshaftpflichtversicherung
  • Nachweis der Überweisung der Eintragungsprüfgebühr (€ 150,00)

Wenn Sie durch den Beschluss des Eintragungsausschusses der Architektenkammer eingetragen wurden, erhalten Sie eine Listennummer, die Sie in den Bauanträgen angeben müssen.
Hinweis: Diese Ausführungen für den Hochbauarchitekten beziehen sich auch auf Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten sowie Stadtplaner.

Diese und weitere Informationen finden Sie auch unter: www.akhb.de/recht/berufsanerkennung.html